Vision quest
10-tägige Sinnsuche und Selbstheilung in der Natur
mit Dr. Dieter Teschke und Anna Finne-Teschke


Seit über 20 Jahren begleiten wir als Psychotherapeuten und Seminarleiter Menschen in ihrem persönlichen Wachstum, in den letzten Jahren verstärkt durch gemeinsame Erfahrungen in und mit der Natur. Mit dem Ritual der Visionssuche („visionquest“) haben wir für uns einen Weg gefunden, unsere Liebe zur Natur mit unserem tiefsten beruflichen Anliegen zu verknüpfen: Menschen darin zu unterstützen, ihre ursprüngliche Kraft und Lebensfreude und ihr Potential an Qualitäten, Fähigkeiten und Erfahrungswissen (wieder) zu entdecken. Davon häufig oder ganz abgeschnitten zu sein – durch familiäre oder schicksalhafte Erfahrungen oder einfach den „ganz normalen“ Alltagsstress in Familie und Beruf – ist nach unserer Erfahrung das Kernproblem von körperlichem und seelischem Leiden. Es geht uns also in unserer Arbeit darum, die Menschen darin zu begleiten, wieder in Kontakt mit ihrer je eigenen „inneren Natur“ zu kommen. Und was liegt näher, als die Natur selbst als Medium dafür zu nutzen?

Wann und wozu sich auf eine Visionssuche begeben?
Die Visionssuche ist ein für moderne Menschen wiederentdecktes und weiterentwickeltes Übergangsritual, das ein Überschreiten wichtiger Kreuzungspunkte im Leben erleichtern kann. Dies kann eine längere seelische/körperliche Krise oder ein unbestimmtes Gefühl des Stillstands und Nur-noch-Funktionierens, eine Sinn-Krise, sein. Oder es müssen entscheidende private oder berufliche Veränderungen (Familiengründung oder Übergang ins Alter, Trennung oder neue Partnerschaft, Wechsel des Wohnortes, des Arbeitsplatzes usw.) getroffen oder entsprechende Veränderungen verarbeitet werden. Solche Übergangsphasen sind häufig verwirrend und emotional belastend, gewohnte Sicht-, Denk- und Fühlweisen werden in Frage gestellt, die alten Lebensentwürfe haben ihre Klarheit und Motivationskraft verloren, es fehlt eine Vorstellung (Vision) von der nächsten Lebensphase.

Was passiert bei einer Visionssuche?
Beginnend mit der Anmeldung geschieht unwillkürlich eine stetige Fokussierung auf entscheidende eigene Lebensfragen, die häufig nur erahnt, manchmal auch verdrängt wurden. Zur Vorbereitung gehört eine eintägige „Medizinwanderung“, die individuell unternommen wird.

Die Visionssuche selbst findet in kleinen Gruppen bis zu 12 Menschen statt und folgt einer klaren Struktur, die sich kulturübergreifend in den meisten Übergangsriten wieder findet. An den ersten 3 Tagen werden die Teilnehmer/-innen intensiv mit einer Einstimmung in den inneren Suchprozess, kleinen „Naturaufgaben“ und Klärung der Sicherheitsfragen vorbereitet.

Danach geht jede/r beim Morgengrauen für 4 Tage und Nächte alleine und fastend, nur mit Wasser und dem Nötigsten ausgerüstet, in die freie Natur fernab menschlicher Zivilisation. Durch das Fasten, die Einsamkeit und das Ausgesetztsein in der wilden Natur sensibilisieren sich unweigerlich alle Empfindungen. In der unmittelbaren Begegnung mit der Natur entsteht langsam ein Raum, in dem es kein „richtig oder falsch“ gibt. Die Natur hilft uns, auf uns selbst zu schauen, ohne Bewertung oder Absicht, sie wird zum Spiegel der Seele, indem ein Tier, ein Baum oder ein Stein plötzlich „etwas“ in uns berührt und auf direkte oder symbolische Weise auf drängende/verdrängte Fragen „antwortet“.

Unabgeschlossenes und Unverarbeitetes aus dem bisherigen Leben kann auftauchen und integriert werden, ungenutzte eigene Ressourcen werden wiederentdeckt und aktiviert - bis schließlich Herz und Verstand sich öffnen können für die eigene innere Wahrheit. Daraus entsteht eine neue Sicht (=Vision) auf das weitere Leben im Einklang mit sich, dem menschlichen Umfeld und der Natur.

Die Leiter halten sich im nahe gelegenen Basislager auf und sorgen von hier aus für Unterstützung und Sicherheit der Gruppe. Im Morgengrauen nach der vierten Nacht kehren die Teilnehmer zurück, sie können sich erstmal ausruhen und das Erlebte nachklingen lassen. In den folgenden 2 Tagen werden die jeweiligen Erlebnisse ausgetauscht und „gespiegelt“, ohne Bewertung und Interpretation, begleitet von der Gemeinschaft der Anderen als Anteil nehmenden Zeugen. Zum Schluss werden die Teilnehmer auf die Rückkehr in ihre Alltagswelt vorbereitet.

In den folgenden 6 Monaten gibt es die Möglichkeit einer (telefonischen) Nachbetreuung.


„ Es gibt Zeiten in Deinem Leben, da ist es nötig, alles hinter Dir zu lassen, Zeit hinauszugehen, um mit Gott, mit der Natur und ihren Wesen allein zu sein. Und an diesem einsamen Platz ist der Held oder die Heldin, der Suchende oder Pilger alleine mit den Wesen der Natur. Und an diesem einsamen Ort geht der Mensch auf Innenschau, erhält wie ein Geschenk, Antwort, Klarheit, eine Vision, die er mit zurück nimmt zu seiner Gemeinschaft, auf dass sie weiter bestehen kann und blüht und damit das Leben weiter geht.“ (Steven Foster, Begründer des vision quest- Rituals)



 


Ort:

Tagungshaus und Gelände in
den Apuanischen Alpen/Nördl. Toskana/Italien

1. Termin:
Mittwoch, 4. August (Anreise)
bis Sonntag, 15. August 2010 Abreise)

2. Termin:
Donnerstag, 19. August (Anreise)
bis Montag, 30. August 2010 (Abreise)

Kosten:
€ 750.- für Seminargebühr sowie ca. 250.- für Unterbringung und Materialien, Gebühr für Gelände

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