Reif für die Liebe – Partnerschaft als Wachstumschance
8 Wochenenden in Hamburg (September 2011 bis Dezember 2012)
mit Anna Finne-Teschke und Dr. Dieter Teschke in Zusammenarbeit
mit dem Hamburger Institut für Gestaltorientierte Weiterbildung (HIGW)
Für Wen?
Die Fortbildung richtet sich an Kolleginnen und Kollegen, die bereits beraterisch oder psychotherapeutisch tätig sind, in Beratungseinrichtungen, stationären Einrichtungen und in Einzelpraxen.
Bedarf
Die meisten Menschen leben in Paarbeziehungen oder streben sie auch nach Trennungen wieder an, weil eine zufrieden stellende Partnerschaft nach wie vor als wichtigstes Kriterium für körperliches und seelisches Wohlbefinden gilt. Die Veränderungen der letzten Jahrzehnte im Selbstbild von Männern bzw. Frauen, im Geschlechterverhältnis und in den familialen Beziehungen haben jedoch neue vielfältige Partnerschaftsprobleme mit sich gebracht. Ein wichtiger Punkt dabei ist z.B. auch die veränderte Bedeutung von Sexualität und Erotik in Paarbeziehungen. Diese neuen Herausforderungen können in Form von chronischen und ungelösten Paarkonflikten seelisches und körperliches Leiden verursachen, für dessen Lösung verstärkt Paarberatung und -therapie nachgefragt wird.
Inhalt
Wir können solche Paarkonflikte aber auch als eine Herausforderung zu individuellem Wachstum und für ein neues Verständnis von Partnerschaft verstehen, das in vielen bestehenden Beziehungen noch gefunden werden muss. Dazu haben wir ein Phasenmodell entwickelt, dass sich – ausgehend vom romantischen Beziehungsideal – über verschiedene Krisen und Übergange hin zur „reifen Liebe” entfaltet. An diesem Modell entlang werden die jeweils passenden Diagnose- und Interventionsmöglichkeiten vermittelt und geübt. Das Spektrum der Fortbildung umfasst dementsprechend sowohl ausgleichende, mehr auf Sicherheit ausgerichtete, Ansätze wie z.B. Emotionally Focused Therapy, als auch das konfrontative Differenzierungskonzept von David Schnarch.
Ziele und Methoden
Durch das breite Spektrum von Methoden, das wir anbieten, kann jeder Teilnehmer/jede Teilnehmerin ein Interventionsrepertoire entwickeln, das auf den persönlichen Arbeitsstil zugeschnitten ist. Schwerpunkt ist die Anwendung im konkreten Fall. Dazu gibt es viele Übungsbeispiele aus der Praxis, Supervisionsfälle sind willkommen. Theorie wird in Maßen verabreicht, zu jedem Wochenende gibt es ein Skript mit Arbeitsmaterialien und weiteren Literaturhinweisen. Zu einem Seminar ist es möglich, seinen Partner/seine Partnerin mitzubringen.
Voraussetzungen zur Teilnahme und Zeitaufwand
Eine beraterische oder therapeutische Ausbildung sowie Berufserfahrung wird vorausgesetzt.
Die Weiterbildung umfasst 8 Wochenenden. Das erste Seminar dient auch als Auswahlwochenende, das letzte Seminar beinhaltet ein Abschluss-Kolloquium. Die verschiedenen Seminare können nicht einzeln gebucht werden.
In den Zeiten zwischen den Seminaren treffen sich die Teilnehmer und Teilnehmerinnen wenigstens ein Mal in Peer-Groups zum Erfahrungsaustausch.
Zertifikat
Nach erfolgreicher Seminarteilnahme, einer Fallsupervision und einer Falldokumentation wird ein Zertifikat ausgestellt. Die Fortbildung ist bei der Psychotherapeutenkammer Hamburg akkreditiert (16 Fortbildungseinheiten je Wochenende)