Visionssuche - Zehn Tage der Sinnsuche
und Selbstheilung in der Natur
Apuanische Alpen in der nördlichen Toskana
mit Anna Finne-Teschke und Dr. Dieter Teschke
Was bedeutet Visionssuche?
Visionssuchen (vision quest) hat es zu allen Zeiten und in allen Kulturkreisen gegeben. Menschen haben damit eine universelle Form gefunden, sich zu klären und Antworten auf existentielle Fragen zu finden. Wir verstehen Visionssuche als ein durchaus zeitgemäßes Übergangsritual, das hilft, eine neue – manchmal auch überraschende – Sicht (Vision) auf die Dinge des Lebens zu gewinnen. In diesem Sinne ähnelt die Visionssuche einer Abenteuerreise in ein unbekanntes Land. Sie erfordert den Mut, bekannte Wege zu verlassen und uns einer ungewohnten Situation auszusetzen, in der wir z.B. auf alles verzichten, was nicht zum unmittelbaren Überleben in der Natur gebraucht wird.
Für wen ist eine Visionssuche sinnvoll?
Generell sind Männer und Frauen dazu eingeladen, die noch Fragen ans Leben haben, z.B.:
- Bin ich bei mir selbst zu Hause?
- Ist mein Leben das Leben, das ich führen möchte?
- Wofür schlägt mein Herz?
- Was ist meine Aufgabe in diesem Leben?
Die Teilnahme an einer Visionssuche kann frische Energie freisetzen, um eine längere seelische oder körperliche Krise zu überwinden, Klarheit schaffen bei entscheidenden privaten oder beruflichen Veränderungen oder auch Wachstumsimpulse anregen in Zeiten der Stagnation, Zuständen des Ausgebrannt-Seins und Gefühlen der Sinnlosigkeit.
Warum in der Natur?
Nur Erlebnisse bewirken die nachhaltige Änderung eingefahrener Muster und überlebter Gewohnheiten – und zwar solche, die unter die Haut gehen!
Schon das einfache Da-Sein unter freiem Himmel ist oft eine Herausforderung für Menschen, die an geschlossene Räume und beständige Reizüberflutung gewöhnt sind. Draußen in der Natur wird auch das Sinnliche und Körperliche weitaus stärker wahrgenommen und gefordert. Oft passiert schon dadurch eine neue Art von Selbst-Erkenntnis, eine positive Erfahrung von Eingebunden-Sein in einen größeren Zusammenhang, verbunden mit einem intensiven Empfinden purer Daseinsfreude: Ich habe meinen Platz in dieser Welt!
In der unmittelbaren Begegnung mit der Natur entsteht ein Raum, in dem es kein richtig oder falsch gibt. Die Natur hilft uns, auf uns selbst zu schauen, ohne Bewertung oder Absicht, sie wird zum Spiegel der Seele, indem ein Tier, ein Baum oder ein Stein plötzlich „etwas” in uns berührt und auf direkte oder symbolische Weise auf drängende/verdrängte Fragen „antwortet”. Die Natur bietet uns starke Bilder an!
So können die eigenen Ressourcen wiederentdeckt und aktiviert werden – bis schließlich Herz und Verstand sich öffnen können für die eigene innere Wahrheit.
Wie verläuft eine Visionssuche?
Die Visionssuche findet in kleinen Gruppen bis zu 10 Teilnehmern statt und folgt einer klaren Struktur. Übergangsritual heißt hier: Ich verlasse das Alte und Gewohnte, gehe in einen Zustand des In-Frage-Stellens, des Suchens und bestenfalls Findens, werde „neugeboren” und kehre zurück.
An den ersten 3 Tagen werden die Teilnehmer/-innen in den inneren Suchprozess eingestimmt, mit kleinen Naturaufgaben und Klärung der Sicherheitsfragen vorbereitet. Danach geht jede/r beim Morgengrauen für 4 Tage und Nächte alleine und fastend, nur mit Wasser und dem Nötigsten ausgerüstet, in die freie Natur.
Die Leiter halten sich im nahe gelegenen Basislager auf und sorgen von hier aus für Unterstützung und Sicherheit der Gruppe. Im Morgengrauen nach der vierten Nacht kehren die Teilnehmer zurück, sie können sich erstmal ausruhen und das Erlebte nachklingen lassen. In den folgenden 2 Tagen werden die jeweiligen Erlebnisse ausgetauscht und gespiegelt, ohne Bewertung und Interpretation, begleitet von der Gemeinschaft der Anderen als Anteil nehmenden Zeugen. Zum Schluss werden die Teilnehmer auf die Rückkehr in ihre Alltagswelt vorbereitet.
In den 6 Monaten nach der Visionssuche gibt es die Möglichkeit einer (telefonischen) Nachbetreuung.
Weitere Informationen und auch einige Erfahrungsberichte finden Sie unter www.visionssuche-hamburg.de.